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Durch die Hochwüsten der Atacama… Oder: Unter dem klarsten Sternenhimmel unserer Erde…

Dieter Kreutzkamp Uncategorized Leave a Comment

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Notizen über 14 Tage, die es in sich haben. Tage, in denen unser Thunder von Meereshöhe auf über 4500 m Höhe klettert. Auch er wird dabei – wie wir – etwas kurzatmig. Tage in denen der Auslöser der Kamera auf Hochtouren läuft.

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Aber der Reihe nach: nach der erneuten Einreise nach Chile fällt die Entscheidung zunächst schwer: entweder nordwärts entlang der Pazifikküste oder entlang der Andenkette… Wir entschließen uns für einen Kompromiss aus beidem.
Bei La Serena erreichen wir das Meer. Was für die Berge gilt, gilt auch hier: wild, romantisch. Wenn auch nicht so einsam wie weiter im Süden. Dort war es der üppige Regenwald, der faszinierte, hier sind es die kargen wüstenhaften Fels- und Sandabschnitte, durch die sich die Straße hinzieht. Für mich allerdings gibt es ein dickes „Aber!“. Denn nicht wenige dieser Bilderbuchküsten sind geradezu vermüllt. Je weiter nordwärts, umso schlimmer.

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Die Welt wetteiferte darin, in der Atacama die besten Plätze zu belegen, um mit Riesenteleskopen in den Weltall und den Ursprung allen Entstehens zu schauen. Das europäische VLT (Very Large Telescope) auf dem Cerro Paranal ist eins der weltweit größten. Wir haben die Chance, die Anlage in rund 2600 m Höhe zu besichtigen.

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Kontrastprogramm, ein Tag später in der von Minenaktivitäten völlig umgewühlten Atacama, wo der Minenort Chacabuco einst Salpeter für den Weltmarkt förderte.

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Nie zuvor sah ich einen anderen Teil der Welt, der von Minengesellschaften in größtem Stil so intensiv ausgebeutet wird wie diesen. Hier geht es vor allem um die größten Kupfervorkommen der Welt. Ganze Landschaften werden so nachhaltig verändert, und das in 4500 m Höhe…
Damit wurden neue Straßen gebaut, die es uns ermöglichen bis in diese fantastischen Höhen zu gelangen, zum Beispiel dem Salar de Huasco.

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Und da ist sie mit einem Mal wieder: die Welt wie am Schöpfungstag. Flamingos im eisigen Wasser des Salzsees in 3800 m Höhe. Zwischendurch besuchen uns Lamas.

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Unsere Körper reagieren auf diese Höhe mit Schlaflosigkeit. Kurzatmigkeit ist unser Begleiter. Als Entschädigung Bilder wie von einem anderen Stern.

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Dank der intensiven Minenaktivitäten sind viele Straßen in ordentlichem Zustand. Aber nicht alle… Ihnen verdanken wir, dass wir in diesen Regionen Nord-Chiles keine anderen Besucher treffen.

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Das ändert sich, als wir uns San Pedro de Atacama nähern. Einem staubigen „Kaff“ an einem großen Salzsee gelegen, umgeben von wilden, umwerfenden Naturschönheiten. Das macht den kleinen Ort zum Magneten für – überwiegend – junge Leute aus der ganzen Welt.

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In 4300 m Höhe übernachten wir an den Geysieren von El Tatio. Die Höhe macht uns nachts zu schaffen. Morgens fallen für zwei Stunden Busse von San Pedro kommend mit Touristenscharen ein. Danach sind wir völlig allein.

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Während der nächsten Tage machen wir uns auf die Suche nach den umwerfendsten Landschaften auf unserem Globus. Zum Beispiel beim Besuch der Laguna Miscanti (auch in 4200 m Höhe).

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Abends auf der Abfahrt zieht unser Thunder ein Auto aus dem Schlamassel, dessen Fahrer vor lauter Begeisterung über die Landschaft die Kurve aus den Augen verloren hat.

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Genau 24 Stunden später haben wir selbst Pech. Und das ausgerechnet auf einer der steilsten Straßen der Welt; Richtung Paso der Jama. Von 2500 auf knapp 5000 m hoch in fast gerader Straßenführung. Plötzlich ein lauter Knall. Die Druckluft im Lkw fällt ab. Damit fallen die Druckluftbremsen aus.

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Dennoch haben wir ein Auge für den Vulkan Lincancabur. Nahezu ohne Bremsen rolle ich im ersten Gang 2000 m steil bergab nach San Pedro de Atacama. Ein solches Prickeln in der Magengegend wie bei dieser Abfahrt ohne Bremsen ist auch für mich Weltpremiere. Gut, dass auch Juliana die Nerven bewahrt.

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Mit Hilfe der Ferndiagnose von unseren Schrauberfreunden in Deutschland finden wir den Fehler. Reparatur durch das bewährte Kreutzkamp-Team an Ort und Stelle. Dauer: ein Tag!

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Und als nächstes?
Rüber über die Anden Richtung Argentinien. Wieder hoch in knapp 5000 m Höhe.
Für alle, die uns wohlgesonnen sind: Drückt uns die Daumen!

Alle Fotos: Foto und Copyright Dieter Kreutzkamp

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